Ein. Neuer. Beitrag. Wow. Überaus beeindruckend. Nach einem halben Jahr … Wer hätte das gedacht?! Nun, ich selber nicht unbedingt, aber irgendwann kann man die Liste der zu erledigenden Dinge halt nicht mehr ignorieren. A propos „zu erledigende Dinge“, Stichwort „Advents- und Weihnachtszeit“: Bekommst du ob dieser in einen Zusammenhang gebrachten Begriff Panikzustände und Schweißausbrüche? Nicht? Hm. Dann hattest du entweder schon im September alle Geschenke fertig eingepackt, feierst grundsätzlich kein Weihnachten oder bist so kaltblütig, dass du dich selbst am letzten Adventssonnabend in die Spitalerstraße traust …

Ansonsten gilt wohl wieder: Willkommen im Vorweihnachtsstress. Aber warum eigentlich? Warum ist es so überaus wichtig, dass an Weihnachten alles „perfekt“ ist, dass alle sich lieb haben und dass mindestens vom 24. bis zum 26. Dezember überall jede Menge Schnee liegt? Keine Ahnung. Vielleicht gibt es eine weltweite Verschwörung der Konsumindustrie, bestehend aus kitschige Schnulzen drehenden Hollywoodproduzenten, Spielwarenherstellern und Süßigkeitenfabrikanten, die dafür sorgt, dass gegen Ende eines jeden Kalenderjahres ein großer Teil der Weltbevölkerung durchdreht. Klingt zu unwahrscheinlich? Okay, ich gestehe: Ich habe eine rege Fantasie. 😉 Das aber nur am Rande, denn die Frage nach dem Warum bleibt ja.

Advent kommt übrigens vom Lateinischen adventus, das heißt Ankunft. Wer kommt wo an? Das Jahr an sein Ende? Bestimmt. Der Konsumklimaindex auf einem neuen Höchststand? Vermutlich. Flüchtlinge in Deutschland? Ja, sicher auch im Winter. Wir in irgendwelchen bunt beleuchteten und übermäßig dekorierten Geschäften? Wahrscheinlich auch das.

… und dann war da noch Gott, der dachte, dass wir Menschen ganz schön weit weg von ihm sind. Also beschloss er, auch ein Mensch zu werden, um so von Angesicht zu Angesicht auf Augenhöhe reden zu können. Das Ganze ist nun schon um und bei 2000 Jahre her, aber jedes Jahr um diese Zeit denkt die weltweite Christenheit an dieses Ereignis: Gott wurde Mensch. Das ist Weihnachten. Das kann man ziemlich idiotisch finden, aber eigentlich ist es ein Grund, sich zu freuen. Denn welcher Gott macht das schon? Auf die Erde kommen, weil er uns Menschen liebt und mit uns leben will? Folgt man also diesem Ansatz, besteht gar kein Grund zum Stress. Denn man selber muss ja nix machen – es ist schließlich Gott, der (an)kommt. Also mach es doch einfach wie die drei Weihnachtsfrösche auf dem Bild: Setz dich, lehn dich zurück, entspann dich – und freu dich. Und sollte die nächsten Tage und Wochen alles drunter und drüber gehen, nimm’s locker: Gott ist ja da. Alles andere – wie etwa angebrannte Weihnachtskekse, zehn Grad und Nieselregen an Heiligabend oder falsch gekaufte Geschenke – ist nicht so schlimm und nicht so wichtig. :)